„Solidarisch vereint vorgehen gegen solche Täter und gegen gesellschaftliche Gewalt-Strukturen, die diesen Tätern ihre Taten erleichtern und ermöglichen, die dort sogar teilweise als „Leistung“ anerkannt werden, das ist es, was ich mir stattdessen wünsche.“

»[…] Ich schreibe sprachlich aus der Perspektive einer Frau, die Gewalt durch einen Mann erlebt hat. … | … Ich habe über Jahre verbale, emotionale, indirekte, gegen Ende auch direkte und sexualisierte direkte Gewalt erlebt. * Ich erkannte lange nicht, dass ich in einer sogenannten „toxischen Beziehung“ war, der „Feind“ in meinem Bett lag. *…

„Was jetzt eintritt erinnert an eine Challenge, einen geistigen Unterbietungs- und radikalisierten Überbietungswettbewerb.“

»[…] Das Schreiben, das die Behörden in Dreieich und Neu-Isenburg erhielten und in dem Erschießungen angedroht wurden (»Hört auf damit euch so stark für Muslime zu engagieren, andernfalls beginnen wir mit Erschießungen bei Angehörigen dieser Volksgruppe […] Finden unsere Forderungen kein Gehör so werden wir mit Erschießungen von Kommunalpolitikern weiter machen«) [1], ist nur ein…

„Auch Armut und Ausgrenzung sind Gewalt!“

»[…] Die Menschen sind im Kalkül des Kapitals und seiner politischen Repräsentanten eine zu vernachlässigende Größe. Sie spielen einfach keine Rolle. Sie haben keine Rechte und keine Gefühle. Ihr Leben, das Leben von Millionen, taucht in keiner strategischen Planung als relevantes Entscheidungskriterium auf. Konsequenterweise wird an die Überlebenden bevorzugt in Kategorien ihrer Beherrschbarkeit und Ausbeutbarkeit…

„Denn ihr handelt nicht in meinem Namen!“

»Wenn ich ein Gott wär von irgendeiner tradition- sreichen populären Weltreligion, – von welcher Religion, ist dabei völlig egal – dann hätt‘ ich was zu sagen, das geht euch alle an, denn ihr habt da etwas Wesentliches mißverstanden und das bereits zum wiederholten Mal. All der Hass und all das Leid, für das ihr weltweit…

Pflegen wir die Demokratie? Wertschätzen wir die Freiheit? Achten wir die Menschenrechte?

»»Wir sind nicht verhasst, weil wir die Demokratie pflegen, die Freiheit wertschätzen oder die Menschenrechte achten. Wir werden gehasst, weil unsere Regierung den Menschen in Ländern der Dritten Welt diese Dinge vorenthält, auf deren Rohstoffe unsere multinationalen Unternehmen lauern. Dieser Hass, den wir gesät haben, schlägt nun in Form von Terrorismus auf uns selbst zurück…

Liebe | Hass

»Frederik hätte gern gewusst, ob es normal war, dass große Liebe nur durch eine dünne Membran von großem Hass getrennt wurde. Leider konnte er niemanden fragen, weil er niemanden kannte, der seine Freundin aufrichtig liebte.« – Juli Zeh, Unterleuten, Seite 240

Das Unergründliche.

»1. Ist es nicht seltsam, … dass wir vom Glück glauben, wir hätten es verdient, aber vom Unglück denken, es wäre nicht gerecht? 2. Ist es nicht seltsam, … dass Erfahrungen, die wir vergessen wollen, uns am längsten in Erinnerung bleiben, aber Momente, die wir festhalten möchten, so schnell an Deutlichkeit verlieren? 3. Ist es…

Die Bedingungen unter denen Flüchtende bei uns Leben, verstärken deren Traumatisierungen.

»Nicht die Flüchtlinge, sondern die Institutionen, nicht die Bevölkerung, sondern die staatlichen Apparate sind das Problem. Und vor allen Dingen die Tatsache, dass die Regierung, der staatliche Apparat, überhaupt keine Anstalten macht oder ganz unbrauchbare Anstalten macht, die Ursachen dieser ganzen Flüchtlingsbewegung irgendwie, soweit sie in seiner Verantwortung liegen, anzugehen. Es ist ja keine Ursachenbekämpfung,…

Freundlich reden und hässlich handeln.

»Ich habe vielmehr beobachtet, dass die Willkommenskultur – also die Äußerung von Frau Merkel und damit die der Regierung – von Anfang an und immer eine Arbeitsteilung war. Wenn Sie daran denken, was de Maizière parallel alles verlautbart hat und was er faktisch macht und in welch kurzem Abstand dann diese Öffnungspolitik gestoppt wurde –…

»[…] Angst [wird] als Mittel politischer Disziplinierung und Herrschaftssicherung eingesetzt […]«

»[…] gerade die Hartz-IV-Agenda hat dieses Angstreservoir, diesen Angstbehälter ungeheuer aufgefüllt. Der Spruch „Die Rente ist sicher“ war eines der großen Volksbetrugsmanöver, aber dafür sollte nicht unbedingt nur Norbert Blüm herhalten. Die Rente ist sicher – und was ist jetzt los mit der Rente? Wo ist sie denn sicher? Sie wird abgeschmolzen und sie wird…

Verrat.

»Erst vor wenigen Jahren hat die Bevölkerung eine wichtige Erfahrung gemacht, ich meine damit Stuttgart 21. Das war ein Protest der sogenannten Wutbürger, also dasselbe Potenzial: Hass und Wut. Und wie hat der Staatsapparat sich gegen jenen Protest durchgesetzt, wie wurde diese Wut behandelt? Sie wurde verraten! Die Parteien, die diese Wut hätten artikulieren können,…

Sündenböcke.

»Agitation, rechte Staatsparteien-Agitation. Die CSU ist da in erster Linie zu nennen, die versucht, den Unmut und die Wut auf einen sogenannten Sündenbock zu richten. Erst sind es die Muslime, etwas später dann allgemein die Flüchtlinge, es sind die Hartz-IV-Empfänger, die Arbeitslosen, also immer die schwachen Teile der Bevölkerung. […] Der Staatsapparat […] lenkt geschickt…

Gegen den Willen der Bevölkerung.

»Hass ist, im Unterschied zur Angst, der Versuch der Abwehr von Demütigung, also man hat nicht Angst vor einem anderen oder vor einer Gefahr, sondern es geht um Demütigung, um die Wiederherstellung von Integrität und Würde. Hass entsteht, wenn diese Demütigung besonders traumatisch und besonders unaufhörlich und besonders ausweglos erscheint. Der Hass auf die Politiker…

Die Saat geht auf.

»Als Wissenschaftler würde ich sagen, dieses Phänomen, das wir jetzt haben – AfD, Pegida und Fremdenfeindlichkeit –, ist ein Produkt ganz verschiedener einzelner Aspekte, die sich aber ergänzen und die zusammenwirken. Einmal ist es die Frucht der Politik – einer Politik, die seit Langem gegen den Willen der Bevölkerung durchregiert. Dann eine Frucht rechter Agitation…

Ziel der Politik‽

Herr Ungwiss vom Zeitenhund fragt sich im Artikel „All dieser Hass„, was „[…] also schief [läuft] in den Köpfen derer, die voll des Hasses Gebäude anzünden, auf Menschen einprügeln und deren Tod billigend in Kauf nehmen? Ich fürchte, unter denen gibt es heute viel mehr Potential als Bestie zu enden, als im 2. Weltkrieg in…

»Wir werden bedroht«

»Die Anfeindungen gegen sie haben jedes Maß verloren, bei nicht wenigen gehen sogar regelmäßig Morddrohungen ein – von Wutbürgern und Neonazis, von Windkraft-Feinden und Asyl-Gegnern. … | … Neonazis haben dazu aufgerufen, vor meinem Wohnhaus zu demonstrieren. Sie haben auch meinen Sohn attackiert, was das Schlimmste ist für einen Vater … | … Neuerdings machen…