„Nur glücklich? Gruselig!“

»[…] Die Trauer nach dem Tod eines innig geliebten Menschen – ich glaube, das ist der größte Schmerz, den es gibt. … | … „Trennung oder der Trennungsschmerz fühlt sich unter Umständen an, wie eine Amputation und tangiert damit auch das Gefühl der Identität“ … | … posttraumatisches Wachstum […] bezeichnet „die positive Veränderung als…

«Wir dürfen und werden dieses zynische Spiel nicht mitspielen»

»Politiker erschaffen für Flüchtlinge und andere Not Leidende über Jahre eine unfassbar harte Realität – um dann hinterher zu erklären, dass nur ein hartes Vorgehen realistisch sein könne. Gern werden unmenschliche Entscheidungen zum Naturgesetz erklärt; damit wäre nicht mehr man selbst, sondern „die Natur“ Schuld, wenn an den europäischen Außengrenzen Tod und Hunger regieren. Konstantin…

Das Minimum menschlicher Existenz.

»Wenn man heute über die Frage des Asylrechts und über die Aufnahme von Ausländern diskutiert, in einer Welt voller Gefahren, in der die extreme Gewalt in immer mehr Staaten zunimmt, so muss man sich zuallererst bewusst machen, dass die Zustimmung oder Ablehnung, sie aufzunehmen, in vielerlei Hinsicht der Macht über Leben und Tod gleichkommt. *…

Gott hab sie selig.

<< | < | Puttgarden, Montag, der 29.12.2025, kurz nach 16:30 Uhr. | Fast 10 Kilometer geradewegs über Fehmarns Felder lagen heute Nachmittag hinter ihm. Plötzlich lag sie vor ihm. Einfach so. Wie aus dem Nichts. Im trüben Licht der zu Ende gehenden Dämmerung. Blaue Stunde in eiskalter Luft. Eine Frau. Auf dem Rücken. Ihre…

Harhaluulot & Tangokuningas.

<< | < | Donnerstag, 11.12.2025, 20:56 Uhr. | Nachdem das Bäumchen gepflanzt, die Zuleitung des Strahlers akkurat um den Standfuß gewickelt war, ging er wieder ins Haus. Morgen wollte er sich auch auf den Weg machen. Fluchtweg. Die Nachbarn waren schon weg. Nur, wo sollte er hin? Westlich? Nein, nachdem eine algerische Terrorgruppe im…

Duchenne-Lächeln

<< < Donnerstag, 11.12.2025, 20:25 Uhr. | Den Halogenstrahler brauchte er nicht. Der Himmel glühte in einem nie gesehenen rot. Es war hell, fast taghell. Während er das Loch für das Apfelbäumchen aushob, dachte er daran, dass die sich auflösende staatliche Ordnung auch was Gutes hat. Sie befreit. Von seinem Berg Schulden: 50.000 EUR, die…

»das Äußerste, was ein Mensch geben kann«»das Leben, das eigene Leben«

»Auf seine rhetorische Lieblingslegosteine ›Freiheit‹ und ›Verantwortung‹ verzichtete Gauck selbstverständlich zwar nicht, aber bei diesem Auftritt [Anm.: vor der Führungsakademie der Bundeswehr 2012] führte er so pathetisch wie brutal aus, was genau er damit meint. Die höchste Stufe seiner Freiheit-und-Verantwortungs-Existenz erreicht der Mensch laut Gauck, wenn er ›das Äußerste, was ein Mensch geben kann‹, dann…

Asche zu Asche. Staub zu Staub

Ursprünglich veröffentlicht auf verrückte Welt:
Wir müssen im Dreck kriechen. Unsere Jeans haben Löcher, unsere Haut trägt Schorf. Der Sand sammelt sich in unseren Augen und in unserer Lunge. Wir husten, wir keuchen, wir röcheln. Wir atmen und doch ersticken wir ohne zu sterben. Unsere Mägen ziehen sich schmerzlich zusammen, sie rumoren,…

»Alles ist für immer«

»So können Erben Onlinekonten auflösen … | … Paul ist tot. Herz­infarkt, ganz plötzlich. Er hinterlässt eine Frau – nennen wir sie Paula, zwei Kinder und sieben laufende EbayAuktionen. Paul twittert nicht mehr, aber seine Follower zwitschern: „@Paul: Was ist los mit Dir?“. Er lacht noch von seiner Facebookseite, während die Nach­richt von seinem Tod…

»Emil stirbt

… | … Ein Mann verliert erst seine Frau an den Krebs, danach sein Kind. Um mit seiner Geschichte nicht allein zu bleiben, hat Stefan Krauth sie hier aufgeschrieben. … | … Jede Fotografie ist eine Katastrophe, schreibt der Philosoph Roland Barthes, wir sehen darin immer auch den Schrecken einer in der Vergangenheit liegenden Zukunft.…

Menschen, heute

»Es gibt für die Menschen, wie sie heute sind, nur eine radikale Neuigkeit – und das ist immer die gleiche: der Tod.« – Walter Benjamin